Margarete Schütte-Lihotzky
Margarete Schütte-Lihotzky

Margarete Schütte-Lihotzky

wurde am 23. Jänner 1897 in Wien geboren und ist die wohl bekannteste Architektin Österreichs. Die von ihr entworfene „Frankfurter Küche“ ist weltberühmt. 1930 emigrierte das Ehepaar Schütte aus Deutschland in die Sowjetunion, dann nach London und zuletzt in die Türkei. Dort lernte sie 1939 den Architekten Herbert Aicholzer kennen, der den österreichischen, antifaschistischen Widerstand im Ausland organisierte. Sie schloss sich der Widerstandsgruppe an. Ende 1940 fuhr sie nach Wien und wurde am 22. Jänner 1941 von der Gestapo verhaftet und in das Gestapogefängnis eingeliefert.
Sie war damals 44 Jahre alt und entging knapp einem Todesurteil. In „Erinnerungen aus dem Widerstand, Das kämpferische Leben einer Architektin von 1938 – 1945“ (Wien 1994) erzaählt sie von ihrer Haft im Polizeigefängnis der Gestapo. Nach dem Krieg lebte sie in Wien, wo man sich kaum mehr an sie erinnerte. Erst in ihrem 97. Lebensjahr erhielt sie einen kleinen Bauauftrag, und mit 98 Jahren – immerhin als erste Frau – das Ehrendoktorat der technischen Universität Wien. Sie starb am 18. Jänner 2000.

Hörbücher
Eine von vielen
Stimmen
Till Firit ©Eva Mayer
Johanna Mertinz ©Sabrina Saltori
Katharina Stemberger @Sabine Hauswirth