Hörbuchpräsentation: Johanna Mertinz – EINE VON VIELEN
Elfriede Hartmann war 21 Jahre alt, als sie im Landesgericht Wien hingerichtet wurde. Sie starb für ihre Überzeugung, dass der nationalsozialistische Terror ein Ende finden muss. Zusammen mit ihren Genossinnen und Genossen der Gruppe “Soldatenrat” erstellte und verbreitete sie Flugblätter und Schriften. Am 24.02.1942 wurde Elfriede Hartmann von der Gestapo verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte sie wegen “Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tod. Sie war eine von vielen.
Elfriede Hartmann war sich der Gefahr, der sie sich aussetzte bewusst. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen schrieb sie in ihren Briefen an ihre Familie nieder. Eingenäht in Kleidungesstücke schmuggelte sie ihre Korrespendenz an den Zensoren der Gestapo vorbei. Ihre Schwester, Dr. Gerda Hartmann, bewahrte diese Kassiber ein Leben lang in einer Schuhschachtel auf. Johanna Mertinz übernahm ihren Nachlass. Sie fand und entzifferte die 37 vorhandenen Kassiber der Elfriede Hartmann.
Die Briefe der Elfriede Hartmann waren der Grundstein für Johanna Mertinz Projekt EINE VON VIELEN. Zusammen mit Tagebuchauszügen von Margarete Schütte-Lihotzky entstand aus ihnen das gleichnamige Hörbuch des MONO VERLAGs.
EINE VON VIELEN ist das eindringliche Portrait zweier Frauen, die sich nie kennenlernten. Beide waren im Wiener Gestapogefängnis inhaftiert. Margarete Schütte-Lihotzky führte in der Zeit ihrer Haft Tagebuch. Sie überlebte den Nationalsozialismus und starb im Alter von nahezu 103 Jahren in Wien als anerkannte Architektin.
Johanna Mertinz und Katharina Stemberger verleihen den beiden Frauen ihre Stimme. Am 28.03.2012 stellen wir EINE VONVIELEN im Rahmen einer Live-Lesung in der Roten Bar des Volkstheaters vor.
EINE VON VIELEN – 28.03.2012 Wort und Spiele: Rote Bar – Volkstheater Wien
SprecherInnen: Johanna Mertinz, Katharina Stemberger, Till Firit
Einleitende Worte Dr. Winfried R. Garscha
Musik: Mark Royce (Arrangement / Klavier) / Florian Kogler (Gitarre)
Amnesty Journal 12/2011 – An der Kette
Sie dürfen Harry Potter-Bücher ausleihen, und zum Frühstück gibt es Obstsaft. Ihre Haftbedingungen haben sich verbessert, ihre Perspektive hingegen nicht: Zehn Jahre nach der Gründung des Camps sitzen in Guantánamo Bay immer noch Gefangene ein. Die dänische Journalistin Camilla Fuhr hat das Camp besucht und mit Wärtern sowie mit ehemaligen Gefangenen gesprochen.
Autorin: Camilla Fuhr
Sprecherin: Susa Meyer
Ein Podcast von Amnesty International & MONO VERLAG
Amnesty Journal 12/2011 – Der Hass auf die Liebe
In Uganda fürchten Lesben, Schwule und Transgender-Personen um ihr Leben. Während einige Politiker am liebsten die Todesstrafe für Homosexuelle einführen würden, versuchen diese, trotz der alltäglichen Diskriminierung ihr Leben zu gestalten. Unterstützung erhalten sie von einer Handvoll Aktivisten – und einem anglikanischen Bischof.
Autor: Philipp Hedemann
Sprecher: Till Firit
Ein Podcast von Amnesty International & MONO VERLAG
Amnesty Journal: Der Podcast von Amnesty International
Zum Ende des Jahres 1960 stießen zwei portugiesische Studenten in Lissabon auf die Freiheit an. Der harmlose Trinkspruch brachte ihnen im diktatorisch regierten Portugal Salazars eine Veruteilung zu sieben Jahren Haft ein. Als der britische Anwalt Peter Benenson von dem Urteil erfuhr, trieb ihn seine Empörung zu einem Entschluss. Er wollte für die Gefangenen eine Öffentlichkeit schaffen. Im Frühjahr 1961 erschien auf der Titelseite des britischen Observers ein von Beneson verfasster Artikel: “The Forgotten Prisoners”. Es war der Aufruf öffentlich für die unveräußerlichen Rechte politisch Gefangener einzustehen. Das Papier markierte die Gründungsstunde von Amnesty International.
50 Jahre später ist Amnesty International einer der einflussreichsten und größten Menschenrechtsorganisationen weltweit. Zum 50-Jährigen Bestehen von Amnesty im letzten Jahr haben wir beschlossen unseren Teil dazu beizutragen, dass die Menschen die wegen ihrer Meinung, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung Repressionen und Gewalt erleben, nicht vergessen werden. Wir wollen diesen Menschen, die man nicht zu Wort kommen lässt, eine Stimme geben.
Ab sofort gibt es daher auf den Seiten von Amnesty einmal im Monat einen Podcast mit Hintergrundberichten zur Lage der Menschenrechte – produziert von Amnesty International und MONO VERLAG.
